Kategorie: Kultur

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Die Hektik der vergangenen Monate lässt etwas nach. Es wird ruhiger und beschaulicher. Diese Tage möchten wir nutzen, um uns für Ihre Unterstützung herzlich zu bedanken und alles Gute im neuen Jahr zu wünschen…

Zeit für Kunst: Bruno Westerhausen, Fotograf (Nittel)

23. bis 25. Oktober 2020, Nittel – sollten im Bürgerhaus Nittel die großartigen Werke von Fotografen Bruno Westerhausen (1945) und Künstler Kurt Westerhausen ausgestellt werden. Leider hat Covid-19 dies verhindert und so muss diese Ausstellung ins Jahr 2021 verschoben werden. Um den Künstler und seine Werke den vielen Interessierten näher zu bringen, stellen wir online diesen interessanten Fotografen vor.

Bruno Westerhausen (1945), Fotograf aus Nittel ist nicht neu im Geschäft. Wir könnten sagen, dass seine Fotografie für ihn eine lebenslange und sehr fruchtbare Leidenschaft ist. Die ersten Erfahrungen in der analogen Fotografie machte er bereits als 12-Jähriger mit einer alten Box-Kamera durch Aufnahmen im persönlichen Umfeld.

Mit der Zeit bildete sich die besondere Fähigkeit des genauen und aufmerksamen Hinsehens aus, die sich bis heute in seinen Bildern wiederfindet. Die Farbfotografie hat ihm neue und aufregende Möglichkeiten in der Bildgestaltung erschlossen und zu malerisch anmutenden Bildelementen geführt. Neben der Landschafts- und Naturfotografie wurde der Weg in Richtung „Abstrakte Fotografie“ zu einer ständigen Herausforderung.

„Vermeintlich Unscheinbares, dem Verfall Ausgeliefertes, Unbeachtetes, Amorphes, wird liebevoll wahrgenommen und durch den künstlerischen Prozess ins Gegenteil verkehrt.“ – Bruno Westerhausen

Seine Fotos entstanden in einem spannenden Prozess des Suchens, Findens, Annehmens und zum Teil Verwerfens der vielfältigen Ablichtungsmöglichkeiten. Dabei bestimmen die vorherrschenden Lichtverhältnisse, das Zusammenspiel von Farben, Form, sowie Strukturen und Kontraste die Bildgestaltung mit.

Über die Europäische Kunstakademie Trier erlernte Bruno Westerhausen den Siebdruck und dadurch neue Gestaltungsmöglichkeiten unter kreativem Einsatz seiner Fotomotive. Die digitale Fotografie entdeckte er für sich im Jahr 2009. Wir freuen uns sehr auf die Austellung im Jahr 2021. Wenn Sie an einer neuen Ausstellung oder Fotos interessiert sind, schreiben Sie uns bitte auf: info@gkf-nittel.de. (Fotos: Copyright B. Westerhausen, Text: I. Posaric)

Austellungen: 2016 Bourglinster, Gemeinschaftsausstellung, Luxemburg 2016 Strassen, Gemeinschaftsausstellung, Luxemburg 2007 Bürgerhaus Nittel, gemeinsam mit seinem Bruder Kurt Westerhausen, Künstler, Daun, Deutschland 2003 TUFA Trier, Deutschland 2001 Kreissparkasse Trier – in einer Gemeinschaftsausstellung als Mitglied der Fotografischen Gesellschaft Trier 1994 Stadtbibliothek Konz, Deutschland 1985 Volksbank Gerolstein, Deutschland 1984 Rathaus Gerolstein, Deutschland von 1978 ständige Ausstellungen im eigenen „Café Westerhausen“ bis 1988 in Gerolstein, Deutschland

Pressemitteilung: Covid-19

Sehr geehrte Freunde der Nitteler Geschichte und Kultur,

wir hatten für die Monate August bis Dezember 2020 folgende Veranstaltungen geplant:

29. August, 2020          Historischer Rundgang durch Nittel

12. September, 2020   Kultur-Tour „Auf den Spuren der Römer“

20. September, 2020    Weltkindertag

23.-25. Oktober, 2020   „Zeit für Kunst“: Bruno und Kurt Westerhausen

In Anbetracht der momentan wieder steigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie haben wir uns dazu entschlossen die vorgenannten Veranstaltungen NICHT durchzuführen. Diese Entscheidung ist uns schwer gefallen, aber wir halten es in Anbetracht der jetzigen Situation und einem sorgsamen Umgang mit der aktuellen Corona-Lage für sinnvoll und angemessen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

In der Hoffnung, dass wir im nächsten Jahr bessere Rahmenbedingungen haben, werden wir die vorgenannten Veranstaltungen in das Jahr 2021 verlagern, damit die interessierten Teilnehmer und wir uns ohne Vorbehalte und mit einem guten Gefühl, der Geschichte und der Kultur von Nittel widmen können.

Wir laden Sie trotzdem gerne ein auch weiterhin unsere Website (www.gkf-nittel.de) und die entsprechenden Social Media (Facebook, Instagram, Twitter @gkfnittel) zu nutzen und zu besuchen. Dort gibt es viele Möglichkeiten sich über interessante geschichtliche und kulturelle Dinge zu informieren und daran teilzunehmen.

Bleiben Sie gesund und hoffentlich bis bald.

Hans-Josef Wietor

1.Vorsitzender

Ausländische Mitbürger stellen ihr Heimatland vor

7. März, 2020 Gasthaus Holbach-Müller, Nittel – Rund 65 Besucher ließen sich von den exzellent vorgetragenen Berichten über die extrem zuckerverehrenden Ägypter sowie den bohnenvertilgenden Brasilianern in ihren Bann ziehen.

Maha SEIF ELNASR präsentierte ihr Heimatland Ägypten launig und humorvoll gemäß dem Wahlspruch von Om Kalthum und Ahmed Ramy „Das Ägypten, das in meinen Gedanken und in meinem Gaumen lebt“.

100 Millionen, dem täglichen und auch politischen Witz sehr zugeneigte Einwohner haben Probleme mit Pünktlichkeit, Perfektionismus, „nein“ oder „weiß nicht“ sagen, leise sprechen und wenig Körperkontakt halten. Gesprochen wird Ägyptisch-Arabisch. Konträr zu Deutschland sind im Paradies für Vegetarier und Veganer nicht nur die Essenszeiten (mittags 16 Uhr, abends 23 Uhr), sondern auch die vielen Gemüse- und Obstsorten, die in Deutschland niemand kennt.

Kartoffeln sind Gemüse und werden auch als Füllung in Brötchen serviert. Reis in allen Variationen von weiß bis dunkelbraun (wegen des karamellisierten Zuckers) sind tägliche Beilagen, Gemüsefüllungen oder sehr süße Nachspeisen mit vielen Nüssen und „Eish“, das Wort für Brot, das auch „Leben“ bedeutet. Fisch und Meeresfrüchte werden anders zubereitet. Foul medammes (Saubohnen), Taameyya (wie Falafel), Feteer (Blätterteigkuchen süß oder salzig)  Koshari (Nationalgericht mit Reis, Kichererbsen, Linsen und weiteren vielen Zutaten und Gewürzen) sind die berühmtesten Gerichte. Taameyya auf Spießchen und Feteer süß mit Zuckerrohrsirup und Akazienhonig bekamen alle Besucher als kleine Kostprobe.

Warum Capoeira eine Mischung aus Tanz und Kampfsport ist? Den Sklaven in Brasilien war das Erlernen der Selbstverteidigung verboten und so entstand ein Kampfsport, der wie ein Tanz aussah, zur Täuschung ihrer Besitzer. Fred BARRETO ließ sein Heimatland Brasilien in vielseitigen Facetten sehr humorvoll vor den gebannt zuhörenden Besuchern vorüberziehen. 

Vom Portugiesischen Seefahrer Pedro Alvares Cabral 1500 „entdeckt“, der die Einheimischen Indios benannte in der Annahme, er sei in Indien gelandet und die von Portugiesen als Sklaven mitgebrachten Afrikaner sind die drei Stammeltern der meisten Brasilianer: Portugiesen, Indios und Afrikaner. Nach Abschaffung der Sklaverei kamen neue Einwanderer aus Italien und Deutschland. So gibt es eine Stadt, in der hauptsächlich Deutsch gesprochen wird und die Stadt Blumenau mit einem eigenen Oktoberfest und ihrem Bier namens  „Bavaria“ oder „Eisenbahn“.      

Das größte südamerikanische Land hat mit Sao Paulo die größte Stadt auf dem Kontinent Amerika, mit dem Amazonas den größten tropischen Regenwalt der Welt und mit Salvador die Stadt im Bundesstaat Bahia – dem Heimatland von Fred Barreto, die den größten Anteil an Menschen afrikanischer Abstammung hat, was sie kulturell so reich macht. Das bahianische Lieblingsessen vor allem der Kinder ist Beiju, ein Pfannkuchen aus Tapioca oder Maniok, gefüllt süß oder würzig. Fred Barreto hatte einen Topf schwarzer Bohnen auf Brasilianische Art gekocht und mitgebracht, zur Gaumenfreude aller Besucher. Eine großartige Kostprobe bekamen die Gäste vom mitreißenden Bluesrock, mit dem Fred Barretos virtuoses Gitarrenspiel und seine kräftig-weiche Stimme  die Anwesenden zum Mitsingen animierte, begleitet von seinen Söhnen Lucas am Keyboard und Julian an der Gitarre. Stürmischer Beifall für die Familienband!

Der 1. Vorsitzende Hans-Josef Wietor bedankte sich bei den zahlreichen Zuhörern für ihr Kommen, bei Maha SEIF ELNASRi mit einem Frühlingsblumenstrauss und bei Fred BARRETO mit einem Weinpräsent. Es war auch 2020 wieder ein Abend mit vielen interessanten Facetten über ferne Länder und ein Beitrag zur Völkerverständigung.  (Text und Fotos: C. Bingas)

Benefizkonzert „Hilfe für Tim“ sammelt 6.644,63 Euro

8 Dezember 2019, Bürgerhaus Nittel Was für ein Abend, welch ein Konzert! Ca. 300 Besucher stürmten Foyer und Saal, zunächst um die heißen Würstchen, Glühwein, Sekt, Wein, Torten und Kuchen, serviert von Eltern und Erzieherinnen der KiTa St. Martin Nittel, zu genießen und anschließend die wunderschöne Musik. Ein festlich weiß herausgeputzter Weihnachtsbaum schmückte Bühne.

Christl Bingas begrüßte und verabschiedete das Publikum, die Moderation des Programms lag bravourös in den Händen der Jugendlichen Jule Grün und Justus Groß. Kristina Esch, Initiatorin der Veranstaltung und Erzieherin in der KiTa St. Martin, Nittel,  Bhakti mit Yen und AnYa, Manfred Mai mit Tochter Johanna, Christl Bingas mit Yen, der Chor der Grundschule Nittel, sowie die „Singvögel“ der KiTa Nittel begeisterten mit ihren unterschiedlichsten Gesangsdarbietungen das Publikum. Nach dem abschließenden gemeinsamen Song „Let it bee“ von den Beatles rauschte stürmischer Beifall durch den Saal, die Besucher waren begeistert.

Aus 900 Losen wurden unzählige gesponserte große und kleine Preise gezogen. Gesamterlös dieser wunderschönen Benefizveranstaltung „Hilfe für Tim“ erbrachte 6.644,63 €, ein wahrlich stattlicher Betrag, für den sich die Veranstalter beim Publikum von Herzen bedanken.

Einen Herzlichen Dank an die Initiatorin Kristina Esch, an alle Mitwirkenden (vor, auf und hinter der Bühne), Sponsoren und Gäste, die dieses großartige Benefizkonzert ermöglicht haben. (Text: C. Bingas, Foto: M. Clement)